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Verbraucherinitiative Bestattungskultur

Seebestattung


Eine weitere Art der Naturbestattung ist die Seebestattung. Dabei wird die Asche in eine Urne aus leicht löslichem Material (zum Beispiel Zellulose, Sand-Salzgemisch oder Maisstärke) umgefüllt und vom Schiff aus im Meer versenkt.

Gewöhnlich finden Seebestattungen (geschätzt ca. zwei Prozent aller Bestattungen in Deutschland, also ungefähr 8.000 bis 16.000 pro Jahr) in der Nord- und Ostsee statt. Viele Anbieter haben jedoch auch Angebote außerhalb der deutschen Gewässer, zum Beispiel im Mittelmeer. Eine Beisetzung auf Binnengewässern ist in Deutschland nicht zulässig.

An Bord der Schiffe kann in der Regel eine Trauerfeier abgehalten werden. Seebestattungs-Reedereien bieten häufig auch Gedenkgottesdienste und Erinnerungsfahrten für Angehörige an.

Der Ort an dem die Urne versenkt wird, wird schriftlich festgehalten. Nach der Seebestattung stellen die Reedereien Seekarten mit der eingezeichneten Stelle der Bestattung aus. Diese Karten werden den Hinterbliebenen zusammen mit einer Kopie des Logbucheintrages ausgehändigt. Seebestattungen können auch anonym durchgeführt werden.

Für eine Seebestattung wird eine Genehmigung der Stadt- oder Kommunalverwaltung des Sterbeortes benötigt. Hinzu kommt eine Bestattungsverfügung des Verstorbenen, in der dieser seinen Willen zur Seebestattung festgehalten hat. Liegt eine Verfügung nicht vor, genügt auch eine glaubhafte Versicherung, dass dies sein Wunsch war.


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